14.–16. August 2026· 48 Acts, drei Bühnen

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Line-up

48 Acts, davon 19 zum ersten Mal in Deutschland. Sortiert nicht nach Bekanntheit, sondern danach, wann sie spielen.

Tag eins

Freitag, 14. August

Kathedrale

Sechs Personen, vier Orgeln, ein Schlagzeug. Der Sound entstand in einer leeren Kirche in Gelsenkirchen und braucht Hall – die Gießhalle liefert ihn im Übermaß.

Moloch Orchester

Blechbläser gegen Modularsynthesizer. Die Band verweigert Setlisten; gespielt wird, was der Raum hergibt. Kein Konzert gleicht dem vorigen.

Marlen Voss

Klavier und Stimme, sonst nichts. Ihr Album über den Abriss des elterlichen Hauses ist das leiseste Ding, das je auf dieser Bühne stand.

Anthrazit

Drei Gitarren, keine Ansagen, 45 Minuten am Stück. Wer den Saal in dieser Zeit verlässt, kommt nicht wieder rein – Regel der Band, nicht unsere.

ZeitGießhalleMöllerbunkerSinteranlage 16:00 Neun GradEröffnung Torfhaus 17:30 Bergmannsheil Brass Ilka Prem Sam Oyelaran 19:00 Kollektiv Ruhrort Winde und Wasser Tessa Brandhorst 20:30 Fünf Öfen Anthrazit Marlen Voss 22:00 Moloch Orchester90 Minuten Nachtschicht Soundsystem 23:45 KathedraleAbschluss Nachtschicht Soundsystembis 3 Uhr

Tag zwei

Samstag, 15. August

Haldenlicht

Der einzige Act, der zweimal spielt: um Mitternacht in der Gießhalle und am Sonntagmorgen um sechs auf der Halde, für alle, die durchhalten.

Vera Montag

Zwölf Jahre keine Auftritte, dann dieses eine Album. Sie hat zugesagt, bevor wir das Budget hatten. Bis heute wissen wir nicht, warum.

Schlackenkönig

Duo aus Bochum, spielt auf Instrumenten aus Werksschrott. Der Bass ist ein Rohrstück von 1,80 Metern, gestimmt auf ein tiefes A.

Ida Rasmussen

Kopenhagen. Bringt einen Chor aus 14 Leuten mit, die sie über ein Kleinanzeigenportal in Duisburg gefunden hat. Geprobt wird am Vortag.

Der Samstagslaufplan steht auf der Startseite.

Tag drei

Sonntag, 16. August

Die Gießer

Die Hausband des Festivals, seit der ersten Ausgabe dabei. Spielt traditionell zum Schluss, traditionell zu lang.

Ólafur Steinn

Reykjavík. Bringt ein Klavier mit, das er selbst präpariert – mit Schrauben, Radiergummis und einem Stück Filz aus der eigenen Werkstatt.

Marta Zielke

Cellistin aus Katowice, spielt Stücke, die sie aus Feldaufnahmen von Fördermaschinen entwickelt hat. Beim Soundcheck wird es niemand glauben.

Hüttenchor Hochfeld

62 Leute aus der Nachbarschaft, Durchschnittsalter 58. Singt seit 1971, zum ersten Mal auf einer Festivalbühne.

ZeitGießhalleMöllerbunkerSinteranlage 14:00 Hüttenchor HochfeldEröffnung Möwenkolonie 15:30 Letzte Lore Tara Nowak Blauer Kran 17:00 Lena Fahrig Abstich Koksofen 7 18:30 Marta Zielke Rost & Rauch 20:00 Ólafur Steinn Frühschicht 21:45 Die GießerAbschluss, offenes Ende

Änderungen sind wahrscheinlich

Bands werden krank, Züge fallen aus, Verstärker geben auf. Wir tragen jede Änderung hier ein, sobald sie feststeht – und nicht erst am Einlass.

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