Aus vielen kleinen Entscheidungen soll ein Programm werden.
In deutschen Podcasts wird jeden Tag mehr Kluges über dieses Land gesagt, als ein Mensch hören kann. Wir schneiden daraus einzelne Aussagen heraus und lassen Sie darüber abstimmen. Was am Ende oben steht, ist kein Meinungsbild einer Redaktion, sondern das Ergebnis von hunderttausenden einzelner Entscheidungen – und die Grundlage für ein Parteiprogramm.
Der Ablauf
In vier Schritten
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Podcasts werden zerlegt
Ganze Episoden werden transkribiert und in einzelne Aussagen zerlegt. Zu jeder Aussage gehören das Originalzitat, ein Hörclip und der Link zur Episode – damit jede Behauptung nachprüfbar bleibt.
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Sie entscheiden zwischen zwei Sätzen
Nie zwischen fünfhundert. Immer zwischen zwei. Das ist der ganze Unterschied: Eine Rangliste aus Paarvergleichen ist verlässlicher als eine, bei der jeder für sich Sternchen verteilt – und sie geht schneller.
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Aus Entscheidungen werden hundert Sterne
Sie verteilen die hundert Sterne nicht von Hand. Sie entstehen aus Ihren Entscheidungen: Die hundert Sätze, die bei Ihnen am häufigsten gewonnen haben, sind Ihr Bogen. Ändern Sie Ihre Meinung, ändert sich der Bogen mit.
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Alle Bögen zusammen ergeben eine Rangliste
Aus den Bögen aller Teilnehmenden entsteht die gemeinsame Liste der hundert wichtigsten Sätze. Sie ist jederzeit einsehbar und ändert sich weiter, solange Menschen mitmachen.
Das Verfahren
Wie gerechnet wird
Jedes Duell ist ein Paarvergleich. Beide Sätze starten bei derselben Wertung; wer gewinnt, steigt, wer verliert, sinkt – und zwar umso stärker, je unerwarteter das Ergebnis war. Dasselbe Verfahren wird seit Jahrzehnten für Schachranglisten benutzt.
Der Vorteil: Sie müssen nie einschätzen, wie wichtig ein Satz absolut ist. Sie müssen nur sagen, welcher von zweien Ihnen mehr bedeutet. Das ist eine Frage, die Menschen zuverlässig beantworten können.
Wenn Sie sich nicht entscheiden wollen
„Beide unwichtig" wertet beide Sätze ab, ohne einen Sieger zu erfinden. „Kenne ich beide nicht" nimmt das Paar aus dem Verkehr und ändert keine Wertung. Beide Wege sind ausdrücklich vorgesehen – eine erzwungene Entscheidung wäre ein schlechteres Signal als gar keine.
Warum genau hundert
Weil Knappheit zu Priorisierung zwingt. Wer unbegrenzt zustimmen kann, stimmt allem zu. Wenn Ihr Bogen voll ist, verdrängt jeder neue Satz einen alten – und genau in diesem Moment wird es interessant.
Herkunft
Woher die Sätze kommen
Alle Aussagen stammen aus öffentlich verfügbaren Podcast-Episoden. Zu jeder steht, aus welcher Sendung und welcher Folge sie kommt, und ein Link führt direkt dorthin.
Wiedergegeben werden nur kurze Ausschnitte. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern die Grenze des Zitatrechts nach § 51 UrhG: Podcast-Episoden sind urheberrechtlich geschützt, ganze Passagen dürfen wir nicht spiegeln.
Warum manche Links ins Leere führen
Episoden verschwinden hinter Bezahlschranken oder werden aus Mediatheken entfernt. Der Satz bleibt dann stehen, die Quelle nicht. Wir kennzeichnen das nicht nachträglich – melden Sie es uns, dann nehmen wir den Satz heraus.
Wer die Themen auswählt
Aktuell wir. Der Gesamtbestand enthält viel, was mit Politik nichts zu tun hat – Anlageberatung, Ernährung, Unternehmensaufbau. Für den Stimmzettel bleiben nur Aussagen übrig, die eine politische Frage berühren. Diese Auswahl ist eine Entscheidung, und sie ist angreifbar.
Offenlegung
Wo künstliche Intelligenz mitarbeitet
An vier Stellen – und an jeder kann sie sich irren. Deshalb steht neben jedem Satz das Originalzitat und der Weg zur Quelle.
- Transkription
- Audio wird zu Text. Fehler entstehen vor allem bei Eigennamen, Zahlen und Abkürzungen.
- Zerlegung in Aussagen
- Aus dem Transkript werden einzelne Behauptungen gebildet. Dabei kann Bedeutung verschoben werden – der Originalton daneben ist die Gegenprobe.
- Zuordnung des Hörclips
- Der passende Zeitabschnitt wird automatisch bestimmt. Trifft er daneben, hilft nur die vollständige Episode.
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Aus den meistgewählten Sätzen wird ein zusammenhängender Text erzeugt. Das ist eine Interpretation, kein Beschluss – die Rangliste selbst bleibt die verbindliche Grundlage.
Sie entscheidet nicht mit. Kein Modell vergibt Stimmen, gewichtet Ergebnisse oder sortiert vor, was Ihnen gezeigt wird. Welche Paare Sie sehen, bestimmt ein offengelegtes Verfahren: möglichst selten gezeigte Sätze, möglichst ähnlich bewertet, möglichst aus wechselnden Politikfeldern.
Vertrauen
Warum es Stufen gibt
Jede Plattform mit Abstimmung hat dasselbe Problem: Fake-Konten und koordinierte Kampagnen können Ergebnisse verzerren. Die Antwort darauf ist nicht, Stimmen zu verstecken, sondern offenzulegen, woher sie kommen.
Ohne Konto zählt Ihre Entscheidung für Ihren eigenen Bogen. Mit bestätigter E-Mail zählt sie für die gemeinsame Auszählung. Wer sich darüber hinaus ausweist, dessen Stimme wird gesondert ausgewiesen – nicht höher gewichtet, sondern getrennt sichtbar.
Warum Sie ohne Konto anfangen dürfen
Weil niemand ein Konto anlegt für etwas, das er noch nicht verstanden hat. Sie entscheiden erst, dann sehen Sie, was daraus wird, und erst dann fragen wir nach einer Adresse – an dem Punkt, an dem Sie etwas zu verlieren hätten.
Was ohne Konto passiert
Ihre Entscheidungen liegen ausschließlich in diesem Browser. Löschen Sie den Verlauf, sind sie weg. Übertragen wird nichts, solange Sie nichts sichern.
Diese Seite ist eine gestalterische Überarbeitung der bestehenden Plattform demokratieamküchentisch.de. Die Sätze, Quellen und Stimmenzahlen sind echt und stammen aus deren öffentlicher Schnittstelle. Kontoanlage und Stimmübertragung sind in diesem Entwurf nicht angeschlossen – sie werden gezeigt, nicht ausgeführt.