Vehring

Orgelbau seit 1962 · Quakenbrück · Opus 1 bis 47

VehringOrgelbau

Wir bauen mechanische Orgeln mit Schleifladen und eigenem Pfeifenwerk. Jedes Instrument entsteht für einen bestimmten Raum — und klingt nirgendwo sonst genauso.

Arbeitsfelder

Drei Arten von Auftrag

Wir nehmen im Jahr einen Neubau an, dazu zwei bis drei Restaurierungen. Mehr geht nicht, ohne dass jemand wartet, den wir nicht warten lassen wollen.

01 — Neubau

Für einen bestimmten Raum

Vor der ersten Zeichnung steht eine Woche im Raum: Nachhallzeit, Grundriss, Emporentiefe, das Verhältnis von Gemeinde zu Chor. Die Disposition folgt daraus, nicht aus einem Katalog.

02 — Restaurierung

Zurück, nicht weiter

Bei historischen Instrumenten arbeiten wir auf einen belegten Zustand hin, nicht auf einen besseren. Was fehlt, wird nach Befund ergänzt und bleibt als Ergänzung erkennbar.

03 — Pflege

Zweimal im Jahr

Stimmung im Frühjahr und im Herbst, wenn die Heizperiode beginnt und endet. Dazwischen kostet jede Störung mehr, als die Wartung gekostet hätte.

Opus 41 · 2023 · St. Marien, Bramsche

Zwei Manuale, Pedal,
24 Register

Das Instrument im Prospekt oben. Auf der Disposition lässt sich jedes Register ziehen — mit allem, was es an Pfeifen und an Wind kostet.

Werk

Hauptwerk · I

Zehn Register von Bordun 16′ bis Trompete 8′. Der Prinzipal 8′ steht im Prospekt.

Werk

Schwellwerk · II

Neun Register hinter Jalousien. Vox coelestis läuft ab c, darunter fehlt die Schwebung.

Werk

Pedal · P

Fünf Register. Prinzipalbass 16′ und Oktavbass 8′ bilden die Türme des Prospekts.

Technik

Traktur

Mechanische Spiel- und Registertraktur, Schleifladen, 76 mm Winddruck.

Zur Disposition

Mühlenkamp 7

Sieben Leute,
ein Haus

Pfeifenwerk, Schreinerei, Metallwerkstatt und Intonierraum liegen unter einem Dach. Nichts davon wird zugekauft.

Zinn und Blei werden bei uns selbst gegossen: auf einem Sandtisch, in der Legierung, die das jeweilige Register verlangt. Ein Prinzipal bekommt hohes Zinn, eine Gedacktflöte darf bleireicher sein und klingt dafür weicher.

Die Intonation ist der letzte und längste Schritt. Sie geschieht nicht in der Werkstatt, sondern in der Kirche, über Wochen, meist nachts — weil eine Orgel nur in ihrem eigenen Raum und in seiner Stille eingerichtet werden kann.

Verfahren und Mensur